Psychologische Arbeit in der Suchtrehabilitation

Sin Adicciónes Perú  ist ein Rehabilitationszentrum für Patienten mit diversen Suchterkrankungen. Das Büro befindet sich in Lima, im Stadtteil San Isidro. Dort wird auch regelmäßig mit den aus Lima stammenden Familien der Patienten gearbeitet. Das eigentliche Zentrum allerdings befindet sich kurz vor dem Stadteingang Huarals. Huaral ist etwa 3 Stunden von Lima Zentrum entfernt und ist über die Buslinien ZBus oder Risi-Bus zu erreichen. Diese Busse halten an der Carretera in Richtung Huaral beispielsweise an den Haltestellen Plaza Norte oder Pro.

 

Die Arbeit mit den Patienten setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Im Zentrum in Huaral leben die ausschließlich männlichen Patienten gemeinsam mit den Consejeros im Reha-Zentrum. Die Consejeros sind für die ganztägige Betreuung und Beratung der Patienten sowie die Pflege der Anlage zuständig. Daneben arbeiten im Zentrum stets auch Sozialarbeiter, die insbesondere für die Zusammenarbeit mit den Familien zuständig sind, Krankenpfleger, die die medizinische Versorgung übernehmen, spirituelle Coachs, die mit den Patienten zu religiösen und spirituellen Themen arbeiten, und Psychologen, die sich um die therapeutischen Anteile der Suchtrehabilitation kümmern.

 

Aufgaben

Das feste Tagesprogramm beginnt stets mit der Körperpflege und Zimmerreinigung am Morgen noch vor dem Frühstück. Danach nehmen die Patienten an verschiedenen Workshops zu sozialen, psychologischen, medizinischen oder spirituellen Themen teil, um mehr über ihre Erkrankung und Lösungswege zu lernen. Am Nachmittag beteiligen sich alle für 2 Stunden an körperlicher und handwerklicher Arbeit wie der Reinigung der Räume, der Pflege der Gärten oder der Instandhaltung der Technik. Danach gibt es etwas Zeit für Sport oder Entspannung. Die Consejeros, Sozialarbeiter, Krankenpfleger und Psychologen stehen stets für Gespräche mit den Patienten zur Verfügung, die in Freiräumen zwischen den Aktivitäten geführt werden.

 

In der psychologischen Abteilung fallen verschiedenste Aufgaben an, die meist im direkten Kontakt mit den Patienten stattfinden. Zum Tagesgeschäft gehören vor allem das Vorbereiten und Halten von Workshops und das Führen von Patientengesprächen. Außerdem finden regelmäßig auch Evaluationen des psychischen Gesundheitszustands der Patienten statt, die angeleitet und ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden in Beurteilungsschreiben festgehalten. Patienten, die neu in das Zentrum eingewiesen werden, werden psychologisch untersucht und zu ihrer Familien- und Suchtgeschichte befragt. Für bestehende Patienten hingegen müssen immer wieder neue individualisierte Therapiepläne erarbeitet und deren Fortschritt evaluiert werden. Daneben ist es auch Aufgabe der Psychologen, die nachmittäglichen Aktivitäten im Zentrum anzuleiten und zu betreuen.

Praktikum

Psychologische Praktikanten können bei dieser Arbeit vor allem an den Workshops, den Patientengesprächen, den Evaluationen und Befragungen teilhaben. Zunächst begleiten sie die angestellten Psychologen bei ihrer Arbeit und schauen zu, um zu lernen, wie die Arbeit funktioniert und wie der Umgang mit den Patienten aussehen sollte. Nach und nach können sie dann auch selbst einzelne Einheiten in Workshops oder Patientengesprächen übernehmen. Das Einbringen von Ideen und Anregungen für Workshops und Arbeiten sowie Feedbacks zur Empfindung der Patientengespräche sind natürlich immer möglich.

 

Voraussetzungen

Voraussetzungen für ein Praktikum sind natürlich ein fortgeschrittenes Psychologiestudium (Bachelor-Abschluss oder Kenntnisse in klinischer Psychologie) sowie sehr gute Spanischkenntnisse (mindestens B2) und eine sorgfältige Arbeitsweise. Außerdem ist eine menschenoffene Haltung wichtig, bei gleichzeitiger Bereitschaft, Vorgaben und Ratschläge, insbesondere bezüglich des Umgangs mit den Patienten, anzunehmen und der Fähigkeit, sich nach Arbeitsende persönlich von der intensiven Arbeit zu distanzieren. Die Mitarbeiter des Zentrums sind zu jedem Zeitpunkt auch Vorbild für die Patienten und sollten sich deshalb an Regeln halten, höflich und verantwortungsbewusst sein. Aufgrund der Distanz zwischen Lima und Huaral bleiben die Praktikanten normalerweise mehrere Tage am Stück in der Klinik und übernachten auch dort. Daher ist es wichtig, sich an diesen Tagen auf verlängerte Arbeitszeiten (manchmal auch bis in die Abendstunden) einzustellen. Die Kleiderordnung verlangt lange Hosen und hoch geschlossene Oberteile ohne weiten Ausschnitt. Daneben gehört eine Bluse oder Weste in Farben und mit Logo des Zentrums zur Uniform.

 

CONTACTO

Calle: Manuel de Amat y Juniet #103 

Urb. La Virreyna, Santiago de Surco

Lima Peru.

Telf. 993060252

correo: sta-teresa@hotmail.com

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